• Allgemein
  • 1

Press + if you like it:   

Mecker, motz, mecker.

Okay, jetzt werden wohl einige denken: „Klar gerade er“, aber „er“ meckert nicht sondern versucht nur irgendwie zu schreiben. So wo drum es hier geht, sind Menschen, die ständig auf ein Thema herumreiten. Egal, um was es geht, es wird immer das Lieblingsthema eingebracht, ob es passt oder nicht, ist grundsätzlich egal.

112030 web R K B by Jerzy pixelio.de 300x300 Mecker, motz, mecker.

Jerzy / pixelio.de

Das kann einen ganz schön nerven, wenn es ein Dauerzustand wird. Grundsätzlich kann man übrigens auch nicht Gegenargumentieren, denn wenn sich einmal der Frust in einen Menschen festgefressen hat, wird man ihn schwer vom Gegenteil überzeugen können. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich heute mal wieder jemanden aus meiner Kontaktliste gekickt habe. Denn ich kann das Thema nicht mehr hören, geschweige denn lesen.

Klar, es gibt Probleme in unserem Land, aber werden sie besser, wenn man immer und immer wieder nur davon spricht? Irgendwie bezweifel ich das denn, wenn ich eine Mauer zum Einsturz bringen will, dann muss ich wohl oder übel eine Abrissbirne organisieren und selbst dann muss man immer im Auge behalten, dass ich es vielleicht schaffe, ein Loch so groß, dass ich gerade mal durchpasse, rein zu schlagen.

Aber wenn ich immer nur rede, was bitte ändert sich an der Situation? Irgendwie nichts oder?

Klar mich nerven auch Themen, ich finde Harz 4 ungerecht, ich finde, dass RTL uns verblödet und die Bildzeitung ständig Klischees reitet. Aber ich werde weder Harz 4 abschaffen können noch RTL aus dem TV verbannen und die Bildzeitung abschaffen, werde ich schon schaffen. Aber ich kann einem Harz 4 Empfänger mit Respekt behandeln, RTL nicht einschalten und mir die Bildzeitung nicht kaufen. Ist zwar nichts Wildes, aber es ist ein Loch in der Wand, durch das ich durchpasse, um eine Welt zu sehen, die mir ein Stück weit besser gefällt.

Genauso verhält es sich, wenn ich zum Beispiel ohne Arbeit bin. Ich kann mich natürlich immer und immer wieder drüber beklagen. Ich kann egal, bei welchem Thema immer wieder über die Wirtschaft oder die Regierung oder das ich als dicker Mensch ja benachteiligt werde, reden nur werde ich dann trotzdem keine Arbeit haben. Was also tun? Hoffen das es besser wird? Dann warte ich wohl genauso lange, als würde ich auf die perfekte Frau für mich warten. Nein, ich kann mich bewerben und eingestehen, dass ich an der gesamten Situation nur so viel ändern kann, dass ich mir einen Job suche und arbeite.

Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, wenn jemand dann endlich einen Job gefunden hat, meckert er entweder weiter oder vergisst ganz schnell die Größe, die er dem Problem gegeben hat. Denn er hat ja nun, was er wollte. Scheinheilig oder?

Vielleicht sollten wir mal aufhören in so riesigen Dimensionen zu denken, wir werden die Welt nur gemeinsam verändern können aber das, was ich tun kann, ist immer nur ein kleiner Schritt und genau dieser Schritt ist es, der mir selber hilft, meine Welt zu ändern. Egal, um was es geht.

Aber nein, es wird gemotzt, gemeckert, sich beschwert bis entweder die Twitter Timeline glüht oder man im Frust versinkt, denn je mehr man sich beschwert desto weniger hat man die Energie etwas für sich zu ändern.

Also seinen wir mal ehrlich, Du oder ich werden die Welt garantiert nicht retten können aber wir können für uns eine Welt erschaffen, in der wir unsere Prinzipien leben und sie so für uns besser gestalten. Denn wirklich ändern, schaffen alle Menschen nur gemeinsam und das wird durch die verschiedenen Arten von Menschen nicht funktionieren.

Eckendenker

Eckensitzender Nachdenker, , Anime und Manga verrückt, nicht wegen Animes und Mangas Japan liebhaber, Kopf zwischen den Welten Haber, Tischplatten mit Kopf Zerstörer und eindeutig ein Gutmensch. G+ Profil   G+ Seite

Vielleicht auch interessant....

1 Kommentar

  1. Laura sagt:

    ich erlaube mir mal ein altes buddhistisches Sprichwort zu zitieren:
    “Von der Art des Denkens hängt alles ab. Vom Denken geht alles aus, wird alles gelenkt und geschaffen. Wer schlecht redet oder handelt, dem folgt Leid wie das Rad den Hufen des Zugtieres.”

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>